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Raymond Roussel – Eindrücke aus Afrika

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Raymond Roussel – Eindrücke aus Afrika
Text auf Deutsch
35,00 Euro

“Ich bin viel gereist. Aus all diesen Reisen habe ich nie etwas für meine Bücher geschöpft. Mir schien, das verdiente, mitgeteilt zu werden, beweist es doch, daß bei mir die Einbildungskraft alles ist.“
Wer so von sich spricht und dennoch einen Roman über den Schiffbruch eines französischen Überseedampfers mit dem Titel „Eindrücke aus Afrika“ schreibt, gehört entweder zu den Großen oder den Größenwahnsinnigen der Weltliteratur. Der französische Schriftsteller, Schachexperte und Surrealist Raymond Roussel ist wohl beides gewesen – „Eindrücke aus Afrika“ spiegelt seine temperamentvolle Lebensgeschichte sinnbildlich wieder: 1910 in Paris erschienen, war ‚Impressions d’Afrique‘ ein großartiger Flop, inspirierte jedoch Marcel Duchamp Jahre später zur Entwicklung seines ersten Ready-mades. Roussel (1877-1933) war zeitlebens Grenzgänger, selbst seine enthusiastischsten Fans (zu denen u.a. Dalí und Paul Eluard zählten) blieben auf sicherer Distanz. Nichtsdestotrotz waren und sind Roussels Schriften Inspiration und Faszination für so klingende Namen Man Ray, Jean Cocteau oder in neuerer Zeit Jim Jarmusch und Sigmar Polke – umso notwendiger, dass zahlreiche Manuskripte und verschollen geglaubte Aufzeichnungen Roussels langsam aus dem Dornröschenschlaf erwachen, bearbeitet, wiederaufgelegt oder neu übersetzt werden.
Ende 2016 nahm sich darum das Schweizer Verlagshaus Edizioni Peripherie der Neuübersetzung von „Rückkehr nach Afrika“ an: Unter Rückgriff auf frühere Arbeiten und Manuskripte Roussels wurde das Monumentalwerk neu aufgelegt – versehen mit teils erstmals publizierten Dokumenten und einem ausführlichen Nachwort des Herausgebers Stefan Zweifel. So ist ein Buch entstanden, das sich nicht nur inhaltlich, sondern auch – ganz nach Schweizer Art – gestalterisch sehen lassen kann. “Eindrücke aus Afrika” ist versehen mit 14 Radierungen des Schweizer Künstlers Markus Raetz.